Rest dieses ereignisreichen Tages samt Nacht später ...
Album Gaby
Müssen jetzt auf zu unserem reservierten Privatzimmer. Morgen gehts durchs "Eiserne Tor".
Lange Tour durch eine plötzlich erscheinende hügelige Dünen- und Heidelandschaft mit viel Wald. Die Donau wird hier ab jetzt von relativ hohen Bergen begleitet. Zwei junge Radwanderer, der Serbe Dean und der Engländer James, geben uns den Tipp Campingplatz in Vracev Gaj an einer Seenplatte etwas weg vom Donauradweg E6.
Wegen der Reifenpannenserien, die uns über 3 Std. gekostet hat, kamen wir erst gegen 20 Uhr an und müssten das Zelt im Dunklen aufbauen. Duschen kalt und auf der anderen Seite des Platzes. Restaurant machte um 20 Uhr zu.
Ein Scheiß-Tag, wenn wir nicht super nette Menschen kennengelernt hätten.
... ist großartig. Wir werden von vielen Autofahrern hupend und winkend gegrüßt. Sobald man wegsuchend an einer Straßenkreuzung steht, wird man prompt gefragt, ob man helfen könne. So z.B. bei unsrer Reifenpannenserie an diesem Wochenende. Dazu später mehr.
Auf dem Foto ein Juri, der seine Mäharbeit unterbrach, um uns den Weg zu einem Fahrrad-Geschäft zu zeigen.
Nachdem wir dem Großstadt-Dschungel Belgrads unfallfrei entkommen waren, ging es bei über 40 Grad weiter über Land. Nach langer Mittagspause im Schatten fuhren wir am späten Nachmittag gen Campingplatz in Bonatski Brestovac, wurden aber durch eine kräftige Reifenpanne an Wolfgangs Rad mit 3 Dornen vorne und 1 Dorne hinten aufgehalten. Während der Reparatur schoben mehrere Radler ihre platten Räder an uns vorbei. Die wussten allerdings, wo sie zu Hause sind. Mit Einbruch der Dunkelheit (es wird schon ab 19 Uhr inzwischen sehr schnell dunkel), fanden wir dann mit großer Hilfsbereitschaft einer Gruppe junger Männer ein Privatzimmer.
Letzte Meldung: Heute morgen war Wolfgangs Vorderreifen wieder platt. Also immer noch Dornenreste irgendwo im Mantel ... und erstmal einen Frühstücks-Espresso ...
In der Nacht wurde Gabys Europafahne im Gebäude des Hostels Mr. Walker von ihrem Fahrrad "entfernt". Die Flagge der Europäischen Union symbolisiert für uns die Tour entlang der Donau, dem "Fluss der europäischen Einheit".
Wir hatten die Räder unten im Flur abgestellt, weil das recht nette und preiswerte Hostel hoch im 5. Stock war und keine andere Abstellmöglichkeit hatte.
Den Hostel-Betreibern war die Sache natürlich äusserst peinlich.
Fotoalben dieser Stadt voller Überraschungen folgen.
Temperaturen auch hier seit Tagen gegen 40 Grad.
Sommerwetter meist um 30 Grad haben wir allerdings schon, seit wir Wien am 25. Juli verlassen haben.