Samstag, 15. September 2012
Freitag 14. September Baja - Tulcea 79 km
Das Donaudelta mit km 0 in Tulcea ist erreicht. Eine entspannte Fahrt als vergnügte und oft mit anerkennenden Blicken begleitete Radlergruppe durch eine sehr abwechslungsreiche Landschaft. Und endlich der Rückenwind, den wir uns schon längst verdient haben.
Donnerstag 13. September Mamaia - Baja 62 km
... durch die Weiten der Schwarzmeerküste in Richtung Donaudelta treffen wir ein Radler-Ehepaar aus Hamburg, das genauso tickt wie wir. Und so fahren wir fortan zu Viert und verbringen in Baja einen vergnüglichen Abend mit mittelmäßigen Essen, aber viel gutem Wein.
Mittwoch, 12. September 2012
Montag bis Mittwoch 10.-12. September Holiday Camping GPM Mamaia-Nord
Wolfgangs Album
Gabys Album mit Sonnenaufgang
Sonntag 9. September Constanza - Mamaia 20 km
Die Diskrepanz zwischen Werbetafeln an der Rezeption und Fotos im Internet ist schon recht unverschämt, aber der Strand und das Meer sind phantastisch.
Album Gaby
Alles Negative verschwindet gänzlich, als wir aus heiterem Himmel ein sehr sympathisches Geschwisterpaar (s. Foto) auf dem Platz kennenlernen und richtig angenehme und interessante Stunden mit ihnen verbringen. Für sie ist es der letzte Tag ihrer Donautour.
Beim Abendessen im Restaurant und auch noch beim Frühstück tauschen wir unsere Erfahrungen und kleinen Abenteuer aus. Besonders beeindruckt uns ihr Mut, oft wild zu campen und hören ein wenig neidisch ihren Schilderungen zu, wie sie von einer Roma-Familie spontan bewirtet wurden oder von Bauern das Grundstück zum Zelten bekamen.
Allerdings merkten sie auch an, dass die Suche nach wilden Campingplätzen oft mit ziemlichem Stress verbunden war.
Jedenfalls haben wir Adressen ausgetauscht und die beiden im Herbst 2013 zu uns eingeladen.
Samstag, 8. September 2012
Samstag 8. September Ion Corvin RO - Constanta RO 84 km
Album Gaby (Fahrt nach Constanza, Blick aufs Schwarze Meer und Ibis-Hotel mit einer der vielen Bauruinen daneben)
Album1 Wolfgang (noch positiv)
Nachtrag:
Die Anfahrt und Ankunft in Constanza waren eine extreme Mischung aus positiven und negativen Eindrücken und Gefühlen. Die Freude, das Schwarze Meer erreicht zu haben und und zu sehen, wurde schon durch die fast 20 km lange nicht enden wollende hügelige vierspurige "Autobahn" nach Constanza getrübt: Dichter stinkender Verkehr, Strassenstrich, tiefe Schlaglöcher, gefährliche Vertiefungen durch Kanaldeckel und wieder zwei Hunde-Attacken.
Die Unterkunft und das Stadtviertel am Tomis Tourist Port waren ein ziemliches Dreckloch. Die Treppenabgänge zum Strand verdreckt und vollgekackt und überall streunende Hunde. Die Fotos geben das Elend, auch von Bettelei und Kinderarbeit, nur unzureichend wieder, weil sich alles in uns sträubte, die Kamera rauszuholen.
Dazu kam, dass die Dame an der Rezeption unseres "Hotels" in Depression über die Zustände in ihrer Stadt zerfloss und eine Mittelstands-Lady, die ich nach einem Touristenbüro fragte, meinte, sie sei schon überall in der Welt gewesen, aber Urlaub in Rumänien zu machen, könne sie keinem empfehlen, schon gar nicht uns Radwanderern und erst recht nicht in Constanza.
Album2 Wolfgang (nicht mehr so positiv und das gesehene Elend nur unzureichend darstellend)
Wir sind dann schnell in Richtung Mamaia mit viel Strand (und den entsprechenden Betten-Burgen) geflüchtet, in der Hoffnung, endlich nach Wochen einen vernünftigen Campingplatz zu finden.
Sicher haben wir so viele schöne Seiten Constanzas (z.B. die Parks) nicht mehr entdecken können.
Freitag 7. September Silistra BG - Ion Corvin RO 57 km
.... die es in doppeltem Sinne in sich hatten: Eklige Anstiege über Kopfsteinpflaster oder eben der Blick auf wunderschöne Dünen- und Gras-Landschaften oder die Fahrt durch Weinberge.
Vorerst letzte Blicke auf die Donau, die sich in Richtung Norden von uns verabschiedet, weil wir den direkten Weg gen Osten ans Schwarze Meer gewählt haben.
Eine weitere Hunde-Attacke war auch dabei, erfolgreich mit unseren griffbereiten Knüppeln abgewehrt.
Die Aussicht, das Schwarze Meer morgen zu erreichen, beflügelte uns und ließ uns die Anstrengungen besser ertragen.
Eine freudige Überraschung war dann eine Pension, wie Radler sie sich wünschen, in Ion Corvin.